Ablauf einer Kitzrettung.
Eine Rettung ist Teamarbeit. Hier sehen Sie die fünf Phasen, die wir vor jeder Mahd durchlaufen – von der Planung bis zur Mähfreigabe.
Einsatzplanung
Landwirt meldet die zu mähende Fläche idealerweise 24–48 Stunden im Voraus. Wir prüfen Wetter, Sonnenaufgang, Fluchtwege für Wildtiere und stimmen uns mit dem Jagdpächter ab.
Drohnenflug & Wärmebildsuche
Die Drohne fliegt die Fläche in präzisen Bahnen ab. Auf dem Monitor sehen wir Wärmesignaturen in Echtzeit. Auffällige Punkte werden sofort markiert.
Markierung & Absicherung
Spotter laufen die Markierungen ab, bestätigen den Fund visuell und sichern das Kitz mit einer luftigen Kiste oder unter einem Grasbüschel. So bleibt es, wo es ist, ohne weglaufen zu können.
Bergung / Schutz
Falls nötig, wird das Kitz mit Handschuhen und Grasbüscheln in einen sicheren, ungemähten Bereich umgesetzt. Direkter Hautkontakt wird vermieden.
Mähfreigabe & Dokumentation
Sobald alle Tiere gesichert sind, erhält der Landwirt die Mähfreigabe. Wir dokumentieren Einsatzort, Funde und Beobachtungen.
Was nach der Rettung mit den Kitzen passiert.
Nach der Mahd werden alle gesicherten Kitze noch am selben Tag wieder freigelassen. Die Ricke bleibt während des Einsatzes in der Nähe und nimmt ihr Kitz anschließend wieder an.
Sicher während der Mahd
Das Kitz bleibt während der Mahd unter der luftigen Kiste oder im gesicherten Bereich. Es liegt still, denn Ducken und Abwarten ist sein natürliches Schutzverhalten. Die Kiste schützt es vor dem Mähwerk und vor Sonne.
Freilassung direkt nach der Mahd
Sobald die Fläche gemäht ist, entfernen wir die Kiste. Das Kitz bleibt an Ort und Stelle oder drückt sich in die nächste Deckung. Wir ziehen uns zügig zurück, damit Ruhe einkehrt.
Die Ricke kehrt zurück
Die Ricke bleibt während des Einsatzes meist in der Nähe und beobachtet die Wiese aus der Deckung. Mutter und Kitz finden über leise Kontaktlaute wieder zusammen, in der Regel noch am selben Tag. Damit das klappt, arbeiten wir nur mit Handschuhen und Grasbüscheln und vermeiden direkten Hautkontakt.
Wichtig für Spaziergänger
Ein allein liegendes Kitz ist kein verlassenes Kitz. Bitte nicht anfassen, nicht füttern und nicht mitnehmen. Halten Sie Hunde an der Leine. Wenn ein Kitz verletzt wirkt, informieren Sie den Jagdpächter oder uns über das Kontaktformular.
Wärmebild zeigt, was das Auge nicht sieht.
Wärmebild erleben
Kinder sehen auf einem Tablet, wie ein Kitz im Gras als warme Signatur sichtbar wird. So verstehen sie Technik als Werkzeug für den Tierschutz.
Mitmachen im Schulhof
Bei Aktionstagen in Schulen und Kitas dürfen Kinder die Drohne aus der Nähe betrachten, Fragen stellen und selbst suchen.
Natur verstehen
Wiesen, Kitze und Jahreszeiten werden greifbar. Wir vermitteln, warum der Lebensraum Wiese so wichtig ist und wie man ihn schützt.
Vier Fragen, die wir oft hören.
Sie bewirtschaften eine Wiese in der Region?
Melden Sie sich frühzeitig – idealerweise 24–48 Stunden vor der geplanten Mahd. Wir planen den Einsatz mit Ihnen.
